Üppige Finsternisse

Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zugleich: erst einmal ein Splatter-Cover mit der obligat spärlich bekleideten Blondine in Nöten, dann eine grausige Mordorgie im Herz der Finsternis. Herr Taylor und seine schändenden und mordenden Spießgesellen in Liberia- da ist schon keine Steigerung mehr möglich. Dann scheint der Text auf einmal ins Seriöse zu kippen. Ein kleiner Junge hat sein Sparschwein geschlachtet um Gill, einen Ex-Söldner und Ex-Stasi-Agensen dazu zu bringen, seinen verschwundenen Kater zu finden. Eine läppischer Auftrag, aber Gill tut das Kind leid und er macht sich auf die Suche. Nun ist der vermisste Kater schwarz und da tun sich allerlei Vorahnungen auf. Nicht nur Pharmafirmen senden Tierfänger aus, um gutgenährte Stubentiger einzusammeln und für ihre nicht genehmigten Versuche zu missbrauchen, auch Anhänger finsterer Satanskulte bauen die schwarzen Katzen gern in ihre Rituale ein. Weiter geht es mit einer Schwarzen Messe in der Huysmans und Co zitiert werden, Aleister Crowley darf nicht fehlen und nebenbei geht noch eine attraktive Kommissarin verloren (siehe Cover!). Bei Dortmund wird ein Massengrab gefunden und ein Schloss in Österreich hat nur für ganz bestimmte Gäste offen. Schau an, auch Dr.Trash taucht wieder aus der Versenkung auf. Irgendwie mit der Ostbahn-Partie verbandelt und mit dem  verstorbenen Günter Brödl ist der Typ höchst verdächtig. Er macht auf Nebendarsteller, den man nur flüchtig aus dem Augenwinkel wahrnimmt, aber wetten, der Dr.Trash wird sich nicht so einfach verflüchtigen... (Martin Compart greift in Die Lucifer - Connection in die Vollen! (Evolver Books, Wien).


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