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    <title>Das Flusspferd in der Wüste</title>
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    <published>2010-03-11T14:33:00Z</published>
    

    <summary> An den spärlichen Wasserlöchern der Kalahari warten unliebsame Überraschungen....Ein Wasserloch, eine Hyäene und eine halb aufgefressene Leiche: das ist kein netter Anblick. Touristen, die in der Kalahari auf Safari gehen, wollen etwas anderes sehen. Bei Michael Stanley (eigentlich handelt...</summary>
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        <![CDATA[<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><a href="http://www.krimiblog.at/antelope.jpg"><img alt="antelope.jpg" src="http://www.krimiblog.at/assets_c/2010/03/antelope-thumb-500x336-13.jpg" class="mt-image-none" style="" height="336" width="500" /></a></span> <div>An den spärlichen Wasserlöchern der Kalahari warten unliebsame Überraschungen....<br /><br />Ein Wasserloch, eine Hyäene und eine halb aufgefressene Leiche: das ist kein netter Anblick. Touristen, die in der Kalahari auf Safari gehen, wollen etwas anderes sehen. Bei <b>Michael Stanley </b>(eigentlich handelt es sich um zwei Autoren,nämlich <b>Michael Sears</b> und und <b>Stanley Trollip</b>) dauert es gut 200 Seiten, bis die Identität des fragmentierten Toten klar ist. Der Opernliebhaber und ermittelnde Superintendet, genannt Kubu, das "Flusspferd" kommt ordentlch ins Schwitzen. Denn die Wüste ist für höchst unerschiedliche Menschengruppen von Interesse. Die Ureinwohner, die San, haben sowieso wenig Grund zur Freude, weil diverse Minengesellschaften am liebsten eine ganz leere Wüste hätten, wo sie ohne Einschränkungen Diamanten schürfen könnten. Im Roman gerät eine fiktivve Company, die mit de Beers zusammenarbeitet, ins Zwielicht. Ein deutscer Geologe, der für die Firma arbeitet, meint, nachweisenzu können, dass der Output der Mine nicht mit&nbsp; den geologischen Gegebenheiten korrespondiert. Der Mann verschwindet praktischerweise. Hinter der zivilisierten Fassade der Company toben Machtkämpfe zwischen dem Zwillingspaar, das die Firma geerbt hat und einem Onkel, der ausgebootet werden soll. <br />&nbsp;Die Autoren kennen sich aus in Botswana, das im Unterschied zu den meisten akfrikanischen Staaten politisch verhältnismäßig stabil ist und ihre Sympathie für Land und Leute ist deutlich spürbar. <b>Kubu und der Tote in der Wüste </b>(Eichborn) hat 532 Seiten, das ist etwas zu wetschweifig, aber für ein Debut durchaus achtbar.<br /></div>]]>
        
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    <title>Ein Schubs zur rechten Zeit</title>
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    <published>2010-02-26T14:47:31Z</published>
    

    <summary>Manchmal nimmt man sich vor, ein Buch anzulesen, dann landet es irgendwo im Stapel weiter unten und im Nachhinein kann man nicht sagen, warum es da eine Zeitlang in den Untergrund gegangen ist. Passierte neulich mit Reinhardt Badegruber. Das ist...</summary>
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        <![CDATA[<p class="MsoNormal">Manchmal nimmt man sich vor, ein Buch anzulesen, dann landet
es irgendwo im Stapel weiter unten und im Nachhinein kann man nicht sagen,
warum es da eine Zeitlang in den Untergrund gegangen ist. Passierte neulich mit
<b>Reinhardt Badegruber</b>. Das ist schade, denn <b>Die erste Geige spielt der Tod </b>(Wien live edition) ist<span style="">&nbsp;
</span>erfrischend hinterfotzig. Möglicherweise hat der ORF-Redakteur
Badegruber in seiner Kindheit die Violine kratzen müssen und ein lebenslanges
Trauma davongetragen. Jedenfalls hört es sich ganz so an, wenn man seine
maliziösen Bemerkungen über unbegabte, geigenmalträtierende Schüler und
ekelhafte Geigenlehrer liest. Das Konservatorium ist eine Schlangengrube mit
aufgeblasenen Selbstdarstellern, wo es kein Verlust für die Menschheit ist wenn
so ein Kotzbrocken aus dem Fenster fällt. Der von den Kritikern gehätschelte,
geniale Professor hat sich in die Tiefe gestürzt, heißt es, die Wiener
Gesellschaft ist ganz furchtbar betroffen. Aber war das wirklich ein
Selbstmord? Hat sich vielleicht ein gedemütigter Schüler mit einem Schubs zur
rechten Zeit gerächt? Oder ein missgünstiger Kollege? Ein herrlich boshafter
Krimi mit Lachgarantie!</p>

<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]-->&nbsp;<!--[endif]--><o:p></o:p></p>

<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]-->&nbsp;<!--[endif]--><o:p></o:p></p>

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<!--EndFragment-->
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    <title>Nebenbei bemerkt</title>
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    <published>2010-02-23T12:42:30Z</published>
    

    <summary><![CDATA[ Normal 0 0 1 140 798 Universität für Bodenkultur 6 1 980 11.768 0 21 0 0 Soso, Frauen lesen&nbsp; mehr Krimis als Männer, weil sie sich mehr vor Gewalttaten fürchten, will eine Studie an der&nbsp; Universität Illinois herausgefunden...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Soso, Frauen lesen<span style="">&nbsp;
</span>mehr Krimis als Männer, weil sie sich mehr vor Gewalttaten fürchten,
will eine Studie an der<span style="">&nbsp;
</span>Universität Illinois herausgefunden haben. Die Angst der Frauen würde
durch diese Art der Unterhaltung aber noch größer, sodass sie dann noch mehr
Krimis läsen. Da müssten doch die Verlage schon längst in Massen von Geld
schwimmen. Was sie bekanntlich nicht tun. Aber, da folgt noch ein zweiter Teil
der Studie: Frauen suchten in Krimis auch nach Tipps, wie sie in Notsituationen
überleben können. Krimis als Ratgeber? Das ist doch recht<span style="">&nbsp; </span>zweifelhaft. Wer keine Knarre hat,
deren Chancen stehen schlecht. Alternative Kampfsport? Wegen des Aufwandes auch
nicht sehr realistisch. Immerhin, wer Krimis liest, kann fixe
Rollenvorstellungen aufweichen; immer öfter gibts<span style="">&nbsp; </span>da sowohl scharfsinnige als auch schlagkräftige Frauen, die
sich nicht wimmernd an die Wand drücken, wenn der Böse sie würgen will. Also,
in diesem Sinne: mehr Krimis, weniger fürchten!

<!--EndFragment-->
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    <title>Das Biest aus dem Eis</title>
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    <published>2010-02-16T17:40:04Z</published>
    

    <summary> &quot;Hier und da ragten Stücke von duklem Permaeis aus der Schneedecke wie die Knochen prähistorischer Tiere...&quot; Normal 0 0 1 184 1050 Universität für Bodenkultur 8 2 1289 11.768 0 21 0 0 Alaska-Drama mit Ungeheuer: eine Handvoll Wissenschaftler...</summary>
    <author>
        <name>Ingeborg Sperl</name>
        
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        <![CDATA[<span class="mt-enclosure mt-enclosure-image" style="display: inline;"><a href="http://www.krimiblog.at/IMG_0400.jpg"><img alt="IMG_0400.jpg" src="http://www.krimiblog.at/assets_c/2010/02/IMG_0400-thumb-500x375-10.jpg" class="mt-image-none" style="" height="375" width="500" /></a></span> <div><i>"Hier und da ragten Stücke von duklem Permaeis aus der Schneedecke wie die Knochen prähistorischer Tiere..."</i><br /><meta name="Titel" content="">
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<!--StartFragment-->Alaska-Drama mit Ungeheuer: eine Handvoll Wissenschaftler
untersuchen einen schmelzenden Gletscher und da ihre eigene Uni die Expedition
nicht finanzieren kann, werden sie von einem TV-Sender gesponsert. Der will
eine Doku drehen und<span style="">&nbsp; </span>es lässt sich
alles<span style="">&nbsp; </span>gemütlich an, ist allerdings
auch recht vorhersehbar. Seit es -nicht nur - den US-Unis an Geld mangelt, muss
man sich bestmöglich verkaufen. Ein „sensationeller" Wissenschaftsbericht soll
produziert werden, diesmal wird das aber ein wenig zu sensationell. Die
scharfen Kontraste zwischen den Wissenschaftlern, die eigenbrötlerisch ihre
Proben im kurzen Tageslicht sammeln und der eingeflogenen Filmcrew mit ihren
absurden Ansprüchen an Komfort und „Setting" sind sehr witzig beschrieben. Ein
gruseliges Vieh, das vor tausenden von Jahren im Eis schockgefroren wurde, ist
ein toller Aufhänger, zumal das Ungeheuer keiner bekannten Spezies angehört. Es
kommt wies kommen muss. Trotz der Warnungen ortsansässiger Schamanen nimmt das
Unheil seinen Lauf und nicht nur die Medien-Hyänen lernen das Fürchten. So
mystisch wie Meister Lovecraft wird <b>Lincoln Child </b>das nie hinkriegen. <b>Nullpunkt</b>
(Wunderlich) ist nicht wirklich ein Krimi, aber er passt in diese elend lange
Winterzeit: zum Trost - anderswo ist es noch kälter.

<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]-->&nbsp;<!--[endif]--><o:p></o:p></p>

<!--EndFragment-->
<br /></div>]]>
        
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    <title>Modern im Stausee</title>
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    <published>2010-02-05T13:32:14Z</published>
    

    <summary> Normal 0 0 1 124 712 Universität für Bodenkultur 5 1 874 11.768 0 21 0 0 Malerische alte Häuser und romantische Alpenschluchten, mittendrin ein einzelgängerischer Detektiv in einer anscheinend nahezu heilen Welt - Andrea Fazioli schildert seine Heimat...</summary>
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<!--StartFragment-->Malerische alte Häuser und romantische Alpenschluchten,
mittendrin ein einzelgängerischer Detektiv in einer anscheinend nahezu heilen
Welt - Andrea Fazioli schildert seine Heimat Tessin mit Liebe aber ohne
Schönfärberei. In den Gebirgstälern wüten die Elektrizitätsgesellschaften, die
Wildwasser werden gestaut; es geht um<span style="">&nbsp;
</span>Energie und Geld, die alten Bauernhöfe modern in den Stauseen. Auch das
Heimathaus des Detektivs Elia Contini ist einst in den Fluten versunken und am
selben Tag ist sein Vater, ein pensionierter Polizist, verschwunden. Nun will
man den See erweitern, noch mehr Grundstücke werden der Elektrizitätsgewinnung
zum Opfer fallen und die alten Geschichten und Gerüchte vom Kampf um die Häuser
werden wieder virulent. Der Krimi <b>Am Grund des Sees</b> (btb)<span style="">&nbsp; </span>von <b>Andrea Fazioli</b> lebt von der
reizvollen Mischung aus südlicher Atmosphäre und Gebirge. 

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    <title>Ein böser Verdacht</title>
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    <published>2010-02-02T15:46:59Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 192 1098 Universität für Bodenkultur 9 2 1348 11.768 0 21 0 0 Sie hat geglaubt, sie führe eine glückliche Ehe. Dann standen plötzlich Polizisten vor ihrer Tür und teilten Eleanor mit, dass ihr Ehemann...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Sie hat geglaubt, sie führe eine glückliche Ehe. Dann standen
plötzlich Polizisten vor ihrer Tür und teilten Eleanor mit, dass ihr Ehemann
tödlich verunglückt sei. Und mit ihm saß eine ihr unbekannte Frau im Wagen.
Diese Unbekannte wird für Eleanor zu einem Alptraum. Während die Polizei den
Verkehrsunfall zu den Akten legt, konzentriert sich die Witwe darauf,
herauszufinden, ob Greg, dem sie vollkommen vertraute, mit dieser Frau ein
Verhältnis hatte. Eleanors obsessive Spurensuche führt sie zu der
Cateringfirma, wo Milena gearbeitet hat. Deren Geschäftspartnerin ist durch den
Tod von Milena in ein Bürochaos geschlittert und Eleanor bietet sich an, ein
wenig auszuhelfen. Einer plötzlichen Eingebung folgend, stellt sie sich mit dem
Namen ihrer besten Freundin vor. Bald wird ihr klar, dass diese Milena eine
wahre femme fatale gewesen ist und ihre sexuelle Anziehungskraft für beinharte
Machtspiele eingesetzt hat. Was aber Eleanors Frage noch immer nicht
beantwortet: was hat Greg mit dieser Frau verbunden? <b>Nicci French</b> kann die
Verzweiflung, die Zweifel, die Eifersucht und die Hoffnungen ihrer paranoiden
Protagonistin überzeugend schildern. Der Grat zwischen „noch normal" und
krankhaft „besessen" ist sehr schmal, French ist eine Balancekünstlerin und so
bleibt <b>Seit er tot ist</b> (C.Bertelsmann) spannend bis zuletzt.

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    <title>Eisige Krimis</title>
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    <published>2010-01-22T10:16:24Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 186 1063 Universität für Bodenkultur 8 2 1305 11.768 0 21 0 0 Das Gelände einer aufgelassenen psychiatrischen Klinik in Schweden wird einer neuen Verwendung zugeführt. Der Journalist findet das sei ein guter Aufhänger, eine...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Das Gelände einer aufgelassenen psychiatrischen Klinik in
Schweden wird einer neuen Verwendung zugeführt. Der Journalist findet das sei
ein guter Aufhänger, eine historische Serie über die Geschichte des
Krankenhauses zu schreiben. Damit bringt er Unruhe in Kleinstadt. Denn ein Mord
aus dem Jahre 1965 wurde nie aufgeklärt: damals hat man einen entflohenen
Patienten und ein Mädchen aus guter Familie tot auf dem Eis des Sees
aufgefunden. Zwar gab es Vermutungen, dass noch eine dritte Person am Tatort
gewesen sein könnte, doch wurde nie eine relevante Spur gefunden. Eine
Männerrunde fühlt sich durch diese unliebsamen Erinnerungen bedroht und es
entfaltet sich eine komplizierte und tödliche Gruppendynamik. <b>Die</b> <b>Spur auf dem
Steg</b> (dtv) von <b>Lars Rambe</b> ist nur einer der zahlreichen Krimis aus dem Norden
Europas, die, gerade herausgekommen, in die winterliche Stimmung passen.
Empfehlenswert sind <b>James Thompsons</b> <b>Eisengel</b> (rororo) und <b>Yrsa Sigurdadottirs
Die eisblaue Spur </b>(Fischer). Der Vorteil: das sind alles Taschenbücher, die das
Gewicht des Gepäcks für den Schiurlaub<span style="">&nbsp;
</span>nicht wesentlich vergrößern. Ganz anders steht es mit dem neuen Wälzer
(699 Seiten!) von <b>Jo Nesbo: Leopard</b> (Ullstein). Den gibts ab 28.Jänner im
Buchhandel und sicherlich gleich darauf in den Bestsellerlisten.

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    <title>Großer Bahnhof</title>
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    <published>2009-12-23T12:54:31Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 227 1297 Universität für Bodenkultur 10 2 1592 11.768 0 21 0 0 Recht amüsant liest sich Danielle Thierys Die Schatten der Toten (Aufbau), denn die Hauptfigur, Kommissarin&nbsp; Edwige Marion hat so gut wie nichts...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Recht amüsant liest sich <b>Danielle Thierys Die Schatten der Toten
</b>(Aufbau), denn die Hauptfigur, Kommissarin<span style="">&nbsp; </span>Edwige Marion hat so gut wie nichts im Griff, schon gar
nicht ihre Beziehungen. Sie hat sich in einen schönen, geheimnisvollen Mann
verliebt, der sie plötzlich<span style="">&nbsp;
</span>sitzengelassen hat und ohne Erklärung verschwunden ist. Seitdem ist sie
nicht mehr sie selbst. Als Verantwortliche für den Pariser Gare du Nord versiebt sie einen Einsatz, bei dem ein ausgelieferter
Schwerverbrecher vom Zug abgeholt werden soll. Der Mann wird bei seiner Ankunft
von einer Frau umgebracht. Einem Polizisten kommt seine Dienstwaffe abhanden,
ein andere ist in einem Alkoholexzess versunken. Überhaupt tut sich am Bahnhof
einiges. Vom Taschendiebstahl bis zu Drogenhandel und Schlepperei<span style="">&nbsp; </span>reicht die bunte Palette und Marion hat
zu allem Überfluss eine befremdliche Begegnung mit der Ehefrau ihres abhanden
gekommenen Geliebten. Voll Eifersucht verfolgt sie seine Spuren, sie setzt sich
in den Zug und fährt die Strecke, die er anscheinend täglich zurückgelegt hat.
Sie entdeckt, dass eine Gruppe von jungen Kosmetikerinnen die Fahrt zur Arbeit
dazu benützt, der Prostitution nachzugehen. Praktischerweise benützen sie dabei
das Abteil des kollaborierenden Schaffners. Das ist zwar spannend, bringt aber
Marion den Liebhaber nicht zurück. Marion ist keine allwissende Superfrau
sondern höchst irdisch und fehlbar. Das macht sie sympathisch. Ein mächtiger
Schuss Sentimentalität gehört natürlich auch zu einem französischen Krimi. Aber
das ist aushaltbar, denn der<span style="">&nbsp; </span>Humor
wirkt neutralisierend.

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    <title>Inel mit Geistern</title>
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    <published>2009-12-23T10:52:25Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 184 1054 Universität für Bodenkultur 8 2 1294 11.768 0 21 0 0 Es beginnt wie ein herkömmlicher Krimi: ein kleines Mädchen verschwindet. Das&nbsp; ist an sich kein singuläres Ereignis, aber&nbsp; dieser Fall ist doch...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Es beginnt wie ein herkömmlicher Krimi: ein kleines Mädchen
verschwindet. Das<span style="">&nbsp; </span>ist an sich kein
singuläres Ereignis, aber<span style="">&nbsp; </span>dieser
Fall ist doch höchst beunruhigend. Die Kleine kann nämlich gar nicht
verschwunden sein, denn<span style="">&nbsp; </span>sie
befindet sich auf einer übersichtlichen Schäreninsel, mit klimometerweit
zugefrorenem Meer und müsste eigentlich sofort aufzufinden sein. Aber Maja
bleibt verschollen. Die Ehe von Anders und Cecilia zerbricht darüber. Jahre
später kehrt Anders, schwer alkoholkrank, in das verlassene Haus zurück
und<span style="">&nbsp; </span>wird von merkwürdigen
Empfindungen heimgesucht.Der Autor erzählt Familiengeschichten, die Generationen
zurückreichen. Die Inselgesellschaft ist in sich gespalten. Das sind zunächst
einmal die „echten" Eingeborenen, die das ganz Jahr über auf Gavasten wohnen
und die „Sommergäste" mit ihren nicht winterfesten Häusern, die eigentlich
immer Aussenseiter bleiben und von den überlieferten Insel-Geschichte nichts
wissen dürfen. <b>John Ajvide Lindqvist </b>braucht dementsprechend auch 555 Seiten,
um das schwedische Seemannsgarn zu spinnen, das in einer veritablen Geistergeschichte
endet. Eindrückliche und epische Schilderungen einer grundsätzlich feindseligen
Natur sind ein Plus; wers mit der Spökenkiekerei hat, darf sich mit<span style="">&nbsp; </span><b>Menschenhafen</b> (Lübbe) fein gruseln.

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    <title>Auf nach Sizilien</title>
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    <published>2009-12-23T09:39:29Z</published>
    

    <summary> Normal 0 0 1 224 1279 Universität für Bodenkultur 10 2 1570 11.768 0 21 0 0 Spätestens nach dem nach dem sechsfachen Mafiamord in Duisburg konnte man nicht mehr den Kopf in den Sand stecken: die Mafia hat...</summary>
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<!--StartFragment-->Spätestens nach dem nach dem sechsfachen Mafiamord in
Duisburg konnte man nicht mehr den Kopf in den Sand stecken: die Mafia hat
längst in Deutschland Fuß gefasst und hat unter anderem jede Menge Immobilien
in ihren Besitz gebracht. Was man als Problem Italiens oder der USA ansah, hat
sich diskret über Europa ausgebreitet und ist zu den höheren Weihen der guten
Gesellschaft aufgestiegen. Kommissar Crinelli ist mit einem gröberen Fall von
Drogenhandel beschäftigt, als er zu einem Toten am Rheinufer gerufen wird. Der
Mann ist von einem Profikiller ermordet worden und zu Crinellis Entsetzten
stellt sich heraus dass er aus der derselben Familie stammt und ebenfalls
Crinelli hieß. Nun verhält es sich so, dass sich Kommissar Crinelli als Kind
italienischer Zuwanderer zeitlebens von seinen Wurzeln distanziert hat und sich
als hundertprozentiger Deutscher fühlt. Mit der verzweigten Sippe aus Kalabrien
wollte er nie zu tun haben. Dennoch beschließt er widerstrebend, zu Recherchen
nach Sizilien zu reisen und gerät in das Netzwerk der `Ndrangheta. Es läuft
alles wie in einem schlechten Film ab. Der greise Don, ein Onkel, hockt
schwerst bewacht in einer Festung in den Bergen, die Leibwächter sind
fleischgewordene Klischees und Crinelli muss der Tatsache ins Auge sehen, dass
man sich von seiner Vergangenheit nie gänzlich abnabeln kann. <b>Walter Köhlers</b>
feiner, spannender Krimi <b>Crinellis dunkle Erinnerung</b> (KiWi) hat ausser einer
schlüssigen Story noch den Vorzug, dass man eine beträchtliche Zahl saftiger
italienischer Flüche lernen kann. 

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    <title>Der stumme Mörder</title>
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    <published>2009-12-09T18:36:55Z</published>
    

    <summary> Normal 0 0 1 186 1065 Universität für Bodenkultur 8 2 1307 11.768 0 21 0 0 „Ich habe sie getötet&quot; sagt Kevin Brace, Torontos bekannter Radiomoderator, als ihm sein indischer Zeitungsausträger wie jeden Tag die Zeitung überreichen will....</summary>
    <author>
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<!--StartFragment-->„Ich habe sie getötet" sagt Kevin Brace, Torontos bekannter
Radiomoderator, als ihm sein indischer Zeitungsausträger wie jeden Tag die
Zeitung überreichen will. Kevins Ehefrau liegt erstochen in der Badewanne.
Alles scheint klar zu sein. Der Ehemann leugnet die Tat nicht, er ist geradezu
erpicht darauf, im Gefängnis zu bleiben. Doch er frustriert seine Anwältin, den
Staatsanwalt und den Richter gleichermaßen, denn Brace weigert sich, zu
sprechen. Er kommuniziert nur mehr schriftlich; auch ein Spitzel, der ins
Gefängnis eingeschleust wird, weiß nichts zu berichten. Brace ist zu wie eine
Auster. <b>Robert Rotenbergs</b> Krimi <b>Angeklagt</b> (rororo) bietet den Eitelkeiten und
Marotten der beteiligten Juristen breiten Raum. An diesem merkwürdigen Fall
entscheiden sich Karrieren, es wird gekämpft wie in einem sportlichen Match,
bei dem es allerdings auch Fouls gibt. Die verdrehte Psychostruktur der Toten
bleibt weitgehend unerklärt, dafür<span style="">&nbsp;
</span>ist das Spiel mit Erinnerungen, dem Sichtbaren, dem Offensichtlichen und
dem, was man zu sehen glaubt, recht reizvoll. Toronto als geografische Folie
für Krimis ist nicht gerade<span style="">&nbsp;
</span>überlaufen, vielleicht wird sich das noch ändern. Rotenberg war
Journalist, hat später eine Anwaltskanzlei gegründet und scheint beide
Passionen ganz gut vereinen zu können.

<!--EndFragment-->
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    <title>Der Brief auf der Schwelle</title>
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    <published>2009-12-04T15:25:15Z</published>
    

    <summary><![CDATA[ Normal 0 0 1 171 980 Universität für Bodenkultur 8 1 1203 11.768 0 21 0 0 Der sechste Fall der Linzer Kommissarin Ria Lohmeyer ist für sie selbst unerquicklich: Dem seltsamen Drohbrief auf ihrer Schwelle misst sie erst&nbsp;...]]></summary>
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<!--StartFragment-->

<p class="MsoNormal">Der sechste Fall der Linzer Kommissarin Ria Lohmeyer ist für
sie selbst unerquicklich: Dem seltsamen Drohbrief auf ihrer Schwelle misst sie
erst<span style="">&nbsp; </span>Bedeutung bei, als sie
erkennen muss, dass er mit einem Mord zusammenhängt. Die Leiche der Frau weist
genau dieselben Verstümmelungen auf, die in der Zeichnung angekündigt sind. Der
Fingerabdruck, der als Unterschrift dient, stammt vom Mordopfer. Lohmeyer ist
schwer verunsichert. Der Absender muss jemand aus ihrer näheren Umgebung sein.
Wem aus ihrer Truppe soll sie noch trauen? Etliche ihrer männlichen Kollegen
hegen gewiss einen Groll gegen sie, weil sie die Karriereleiter
hinaufgeklettert ist. Aber ist das ein ausreichend starkes Motiv? Ihr
Lebensgefährte Jürgen benimmt sich seit einiger Zeit auch sehr seltsam. Geht
abends weg und kommt<span style="">&nbsp; </span>spät und mit
Kratzspuren versehen zurück. Ist er womöglich der Verrückte, der<span style="">&nbsp; </span>seine Taten ankündigt, um sie in Panik
zu versetzen?<span style="">&nbsp; </span>Die Morde gehen
weiter und die Verstümmelungen der Opfer werden immer bizarrer. Beharrlich
rückt <b>Ernst Schmid</b> Linz ins Licht der Krimischeinwerfer. <b>Ene Meine Muh</b>
(Resistenz Verlag) beweist, dass das Böse immer und überall ist, auch in einer
Kulturhauptstadt. </p>

<!--EndFragment-->
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    <title>Hybrides Blut und Beuschel</title>
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    <published>2009-12-01T14:19:59Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 268 1528 Universität für Bodenkultur 12 3 1876 11.768 0 21 0 0 Der Böse ist sehr böse und verfügt beinahe über übermenschliche Fähigkeiten. Sqweegel scheint ohne erkennbares Motiv zu morden und zu metzeln. Von...]]></summary>
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<!--StartFragment-->Der Böse ist sehr böse und verfügt beinahe über
übermenschliche Fähigkeiten. Sqweegel scheint ohne erkennbares Motiv zu morden
und zu metzeln. Von dem berüchtigten Serial Killer weiß man nicht einmal,
wieviele Menschen er schon umgebracht hat. Klingt nach amerikanischem Fast
Food. Ist es auch. <b>Anthony E. Zuiker</b>, Schöpfer und Produzent des Fernsehformats
CSI hat mit Sqweegel ein neues Monster erfunden, das noch dazu hybrid ist. Denn
es treibt nicht nur auf den Buchseiten von <b>Level 26 Dark Origins</b> (Lübbe) sein
Unwesen, sondern auch in Videoclips. An bestimmten Stellen des Thrillers gibt
es eine Internetadresse, wo man sich die entsprechende Situation auch ansehen
kann. Die kurzen Szenen hat der Autor selbst produziert und das mit, wie er
betont, professionellen Schauspielern. Da kann man dann auch den Gegenspieler
des Bösen sehen. Dark, ein emeritierter FBI-Agent, den die Jagd nach dem
Monster seine gesamte Pflegefamilie gekostet hat und der sich bemüht, die
Trümmer seines traumatisierten Ichs wieder einigermaßen zusammenzukitten. Seine
einzige Stütze ist dabei seine schwangere Frau. Gegen seinen Willen wird Dark
von den früheren fiesen Kollegen gezwungen, sich wieder auf die Jagd nach
Sqweegel zu machen - mit den entsprechenden Konsequenzen. Das ist alles einen
Tick zu überdreht, recht eindimensional und auf Gruseleffekte ausgerichtet.

<p class="MsoNormal">Die Hybridform „Digi Novel" ruiniert konsequenterweise die
Arbeit der Phantasie. Die ist ja auch im Negativen, und ganz besonders da
-<span style="">&nbsp; </span>(man denke an die ausgefuchsten
Höllendarstellungen von Bosch und Co! Die<span style="">&nbsp;
</span>Paradiesdarstellungen sind nie so einfallsreich!) - kreativ. Blut und
Beuschel werden sozusagen vorgekaut. Ich bin auch nicht sicher, ob ich mich bei
Level26 mit meiner e-mail-Adresse einloggen möchte. Wo landet die dann? Beim
Heimatschutzministerium, Abteilung verdächtige Sadisten?</p>

<!--EndFragment-->
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    <title>Böser Streit um alte Knochen</title>
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    <published>2009-11-26T14:30:50Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 243 1387 Universität für Bodenkultur 11 2 1703 11.768 0 21 0 0 Sind Vögel Dinosaurier oder sind sie eine ganz andere, sich parallel entwickelt habende&nbsp; Gattung? Was den Normalverbraucher eher nicht vom Stockerl reißt,...]]></summary>
    <author>
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<!--StartFragment-->Sind Vögel Dinosaurier oder sind sie eine ganz andere, sich
parallel entwickelt habende<span style="">&nbsp;
</span>Gattung? Was den Normalverbraucher eher nicht vom Stockerl reißt, lässt
Experten zur Weißglut auflodern. In <b>Sissel-Jo Gazans</b> Krimi <b>Dinosaurierfedern</b>
(Hoffman und Campe)<span style="">&nbsp; </span>bekämpfen zwei
Schulen einander mit allen möglichen Publikationen und Untergriffen, und zwischen den
Fronten steht die Biologiestudentin Anna, die eine Arbeit über diese
divergierenden Theorien schreiben soll. Ihr mehr als unangenehmer Professor
wird<span style="">&nbsp; </span>tot aufgefunden. Er ist einem
sehr seltsamen und unappetitlichen Anschlag zum Opfer gefallen. Jemand hat ihn
mit den Zwischenstadien eines Schweinebandwurms infiziert, sodass der<span style="">&nbsp; </span>Wissenschaftler zum Wirt geworden ist
und von den Parasiten aufgefressen wurde. Anna trauert um den bösartigen
Vorgesetzten nicht besonders, ist aber sauer, weil sie endlich ihr Studium
abschließen und einen Prüfungstermin haben möchte und es sieht nun ganz so aus,
als ob sie sich neue Prüfer suchen müsste. Der Autorin Sissel-Jo Gazan, die
selbst Biologie<span style="">&nbsp; </span>studiert hat, geht
ihr Fachwissen manchmal durch. Wer<span style="">&nbsp;
</span>den zähen Debatten rechthaberischer alter Männer folgen mag und sich an
wissenschaftlichen Diskussionen, Anatomiedetails sowie Exkursen über
Parasitologie erfreuen kann, ist hier gut aufgehoben. Es herrscht kein Mangel
an mad scientists, bizarrem Verhalten und recht bissiger Beschreibung
inneruniversitärer Grabenkämpfe: In Zeiten der allgemeinen Budgetknappheit und
der Ökonomisierung der Universitäten wird mit harten Bandagen gekämpft. Die
Frage ist nur, ob die letalen Vorfälle wirklich mit den monetären
Verteilungskämpfen zu tun haben. Für gebildete LeserInnen mit sehr langem Atem.

<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]-->&nbsp;<!--[endif]--><o:p></o:p></p>

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    <title>Zeuge auf der Flucht</title>
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    <published>2009-11-17T15:44:37Z</published>
    

    <summary><![CDATA[&nbsp; Normal 0 0 1 248 1416 Universität für Bodenkultur 11 2 1738 11.768 0 21 0 0 Die Polizistin Rosa soll den jungen Camorraboss Cociss aus Neapel, der sich als Zeuge auf die Seite der Justiz geschlagen hat, bewachen....]]></summary>
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<!--StartFragment-->Die Polizistin Rosa soll den jungen Camorraboss Cociss aus
Neapel, der sich als Zeuge auf die Seite der Justiz geschlagen hat, bewachen. Denn
eines ist klar. Sobald herauskommt dass er gesungen hat, ist sein Leben nichts
mehr wert. Cociss ist in den verwahrlosten Hochhäusern, wie wir sie aus der
Saviano-Verfilmung Gomorrha kennen und wo sich garantiert nie ein Tourist
hinverirrt, aufgewachsen. Dort sind bei einem Racheakt der Mafia auch zwei
zufällig auf der Straße stehende Mädchen erschossen worden. Die Frage ist, war
Cociss der Mörder? Rosa versucht, den kaltschnäuzigen Verbrecher von einem
Versteck ins andere zu begleiten und verstrickt sich dabei in Emotionen, die
ihrem Job nicht förderlich sind. Cociss ist halb verrückt, rauschgiftsüchtig
und unberechenbar. Dennoch gelingt es ihm, Rosa davon zu überzeugen, dass<span style="">&nbsp; </span>auch die Polizei von der Mafia
unterwandert ist, und Rosa weiß bald nicht mehr, wem sie trauen soll. Sind die
Kollegen wirklich dazu da, den Jungen zu schützen oder wollen sie einen
gefährlichen Zeugen zum Stillschweigen bringen?<span style="">&nbsp; </span>Aus einer Straßenfalle, bei der zwei Verkehrspolizisten
scheinbar ganz zufällig das Auto mit Rosa und Cociss kontrollieren wollen,
entkommen sie knapp. Rosa entdeckt das Geheimnis des Jungen: Er ist Analphabet.
Sie versucht, ihm bei der Jagd von einem Versteck ins andere das Lesen
beizubringen. <b>Giampaolo Simi</b> ist kein Freund von übertriebener Gefühlsduselei.
Der Junge Camorraboss ist ein Kotzbrocken, Rosa naiv, der Rest der Truppe
korrupt, die psychologischen Abgründe unauslotbar und das alles kann nicht zu
einem konventionellen Ende führen. <b>Camorrista</b> (C.Bertelsmann) hat Biss<span style="">&nbsp; </span>und wird<span style="">&nbsp; </span>verfilmt. Auch Rosa wird im nächsten Krimi wieder dabei
sein.

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